Manuel Wielandt 1863 Löwenstein bei Heilbronn - 1922 München

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Literatur: Bruckmann (3 Abb.), Thieme Becker

M. Wielandt begann seine Studien zunächst am Stuttgarter

Polytechnikum und besuchte dann die dortige Akademie. 1891

 wechselte er nach Karlsruhe über, trat in die Neue Kunstschule ein

und ging an die Academie zu Gustav Schönleber, der hn in seinem Malstil nachhaltig beeinflusste. Fast jährliche Italienreisen bestimmten für viele Jahre die Bildthemen: “Einsamer Friedhof an der Riviera”(1890), “Thyrrenische Küste” (1891), “Insel der Kalypso”(1899). 1899 erhielt der Künstler die Große Medaille von Nizza, 1902 das Ehrendiplom von Turin. 1903 siedelte er von Karlsruhe nach München über, um von hier aus seine Studienreisen nach Italien fortzusetzen. Im Glaspalast stellte M. Wielandt seit 1890 aus.

Die Farbigkeit sowie der leicht impressionistische, lockere Farbauftrag sind zweifellos auf G. Schönleber zurückzuführen. Aber in der Thematik und romantischen Bildauffassung der Werke zwischen 1890 und 1910 wirkte Arnold Böklin als Vorbild: “Die Mithrasgrotte”(1903), “Baumbestandenes Ufer mit Dame in Weiß” oder Das Grab des Odysseus (1903) zitieren die Toteninsel Thematik. Spätestens um 1905 nahm M. Wielandts Malerei eine neue bildausschnitthafte Asymmetrie und Kontur angelegte Auffassung des Jugendstils an. Neben Ölbildern entstanden zahlreiche Aquarelle, Zeichnungen, Lithographien und Radierungen, häufig in Zeitschriften reproduziert. Von jetzt ab beschäftigten den Maler weit häufiger Landschaften und Stadtansichten aus dem süddeutschen und dem Bodenseeraum. Für eine Sonderausgabe (Bodensee-Nummer) der Illustrierten Zeitung im Jahr 1910 lieferte er allein 20 Aquarell- und Tuschfedervorlagen vor allem aus der Zeit von 1906 bis 1909.

M.Wielandt Werk reicht von einem naturalistischen Impressionismus der Frühzeit bis hin zu einer engagierten “expressiven” Auffassung; des Künstlers Spätwerk wirkt erstaunlich “modern” und in seinen Können ungebrochen. M. Wielandt war Mitglied des Künstlervereins “Wanderer München” und der Münchner Sezession. (Quelle: Bruckmann)

Preis: verkauft