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Wachter Albert - Gemälde Kunst Aquarell Radierung Lithographie

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Wachter Albert

Ebene 1
Wachter Albert

Albert Wachter, geb. am 8. 6.1886 in München, und seine Ehefrau Eugenie, eine Klavierlehrerin und Malerin, 1943 nach Berg.
Es wurde ihnen vom damaligen Bürgermeister Laux ein Zimmer im Gasthof „Tutzinger Hof“ am Dorfplatz (das Wirtshaus musste später leider einem Wohnhaus weichen) zugewiesen, wo sie vom damaligen Gastwirt Josef Söllner beherbergt wurden.
Für den Flügel und die Staffeleien allerdings war dort kein Platz, aber das Ehepaar konnte einen Raum im Moarhof in Berg gegenüber der kleinen Kirche St. Johann Baptist bei Familie Hartlmaier beziehen.
Dieses Zimmer hatte ein großes Fenster, was für einen Bauernhof damals ungewöhnlich war. Albert Wachter war glücklich, dass er in diesem Raum mit dem Malen seinen Lebensunterhalt verdienen konnte, denn hier bekam er das nötige Tageslicht für seine Arbeit.
Das Atelier durften die beiden bei Familie Hartlmaier mietfrei benutzen, wie aus einem Schreiben von damals hervorgeht. Als seine Frau im März 1963 starb, war Albert Wachter ziemlich einsam, und auch das Geld für die Klavierstunden fehlte nun. Deshalb luden ihn meine Großeltern des öfteren zum Essen nach Hause ein.
Dafür malte er einige Bilder als „Entgelt“ – unter anderem die beiden Dackel meines Großvaters, zwei Vierbeiner, die gelegentlich zum Strawanzen gingen und sich gerne mal im nahe gelegenen Schatzlhof ein Huhn holten, wofür sich dessen Eigentümer Paul Huber sen. stets übertariflich entschädigen ließ, was meinen Großvater sehr amüsierte.
Auch die Bewohner des Moarhofes „bezahlte” Albert Wachter für so manche Mahlzeit und die unentgeltliche Nutzung des Ateliers mit seinen Bildern.
Albert Wachter starb am 15. Juli 1968 in Starnberg. Er war kein berühmter Maler, aber seine Bilder zeigten alltägliche Situationen aus seiner Umgebung.
Er war ein bescheidener Mensch, der wie so viele andere Obdachlose und Flüchtlinge hier im Gemeindegebiet eine neue Heimat gefunden hatte und ein Teil unserer Dorfgemeinschaft wurde.

Albert Wachter
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